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Die Grippe grassiert unter Deutschlands Schwimmern. Aus dem 25-köpfigen
Aufgebot für die Kurzbahn-Europameisterschaften nächste
Woche in Antwerpen (13. bis 16. Dezember) musste DSV-Sportdirektor
Ralf Beckmann am Freitag die Medaillen-Kandidaten Annika Mehlhorn
(Baunatal) und Torsten Spanneberg (Neukölln) wieder streichen.
Beide laborieren an grippalen Infekten. Europarekordlerin Annika
Mehlhorn ist Titelverteidigerin in Antwerpen über 200 m Schmetterling.
Torsten Spanneberg glänzte bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften
in der vergangenen Woche in Rostock mit Weltklasse-Zeiten über
50 und 100 m Freistil (21,92 und 47,92/DR).
Beckmann gibt nach den beiden Absagen mit der 16-jährigen
Cathrine Friedrich (Norderstedt) einer weiteren Juniorin eine Chance.
Cathrine Friedrich, in diesem Jahr Vize-Europameisterin bei den
Junioren über 100 m Schmetterling, in Rostock Zweite über
50 m Schmetterling sowie Dritte über 100 und 200 m Schmetterling,
vertritt Annika Mehlhorn. Zum ursprünglichen 26er Aufgebot
gehörte bereits das 18-jährige Talent Robert Wanja (Brandenburg),
Vierter in Rostock über 200 m Rücken. Robert Wanjas Vater
und Heimtrainer Lutz Wanja war 1973 WM-Dritter und 1974 Vize-Europameister
über 100 m Rücken.
Beckmann hatte schon in der Ausschreibung für die Kurzbahn-DM
in Rostock angekündigt, dass Junioren in der Qualifikation
für die EM in Antwerpen im Sinne der Perspektiv-Planung des
DSV berücksichtigt werden sollen.
Auch der aktuell überragende DSV-Schwimmer Thomas Rupprath
(Wuppertal), fünffacher Meister in Rostock mit einem Welt-,
zwei Europa- und drei weiteren Deutschen Rekorden, kränkelt
in diesen Tagen. "Ich hatte Fieber, fühle mich schwach
und kraftlos, werde aber alles daran setzen, in der nächsten
Woche in Antwerpen schwimmen zu können", erklärte
Rupprath am Freitag. Von seinen fünf Meister-Strecken wird
der 24-jährige dreifache Titelverteidiger (100/200 m Schmetterling
und 4x50 m Lagen) in Antwerpen aus Gründen von Programmüberschneidungen
ohnehin nur die 100 m Schmetterling und die 100 m Rücken schwimmen.
Für die 100 m Rücken hatte Rupprath nach seinem Europarekord
von 50,80 Sekunden von Rostock (fünf Hundertstelsekunden über
Weltrekord) Weltrekord-Ambitionen angemeldet. "Wenn ich denn
gesund geblieben wäre..."
Am Samstag (8. Dezember) wollte sich Rupprath (50 m Schmetterling)
wie auch Weltrekordler Mark Warnecke (Schwäbisch Gmünd/50
m Brust) noch einem Test bei einem internationalen Schwimmfest in
Dortmund auf der 50-m-Bahn unterziehen. Bei Fitness der Athleten,
Rekorde nicht ausgeschlossen.
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