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Schwimmen, 24.01.02, von schwimm-press
Die Welt-Stars werden gefordert Höhepunkt auf Höhepunkt beim "arena worldcup"

An der Spitze des diesjährigen Elite-Feldes beim "arena worldcup Berlin 2002" am kommenden Wochenende (26./27. Januar) stehen der dreimalige amerikanische Olympiasieger Lenny Krayzelburg (100/200 m Rücken, 4x100 m Lagen) und der Niederländer Pieter van den Hoogenband, der in Sydney mit seinem Triumph über 100 und 200 m Freistil gar einen Ian Thorpe in die Schranken wies. Neben Pieter van den Hoogenband hatten die Niederlande ursprünglich auch die dreifache Goldmedaillengewinnerin Inge de Bruijn für Berlin angekündigt. Sie musste allerdings wegen einer Schulterverletzung ihre geplanten Starts bei den verbleibenden europäischen Weltcup-Meetings kurzfristig wieder streichen.

Der 23-jährige Pieter van den Hoogenband, der im Dezember bei der Kurzbahn-EM in Antwerpen bereits wieder Europarekord über 200 m Freistil (1:42,46) geschwommen ist, trifft in Berlin auf seinen großen europäischen Widersacher Massimiliano Rosolino aus Italien, den Olympiasieger und Weltmeister über 200 m Lagen, der auch über 200 und 400 m zu den stärksten Freistilschwimmern der Welt zählt. In Sydney gewann er auf der Mittelstrecke hinter Ian Thorpe Silber und Bronze über 200 m hinter van den Hoogenband und Thorpe.

Über 100 m Freistil erwartet Pieter van den Hoogenband mit Kurzbahn-Weltmeister Lars Frölander (Schweden), dem in den USA trainierenden polnischen WM-Dritten von 1999, Bartosz Kizierowski, den beiden US-Weltklasse-Sprintern Jason Lezak und Scott Tucker (WM-Dritter 2000) und dem in Fukuoka in die Weltspitze vorgestoßenen neuen deutschen Rekordmann Torsten Spanneberg (Neukölln Berlin) ebenfalls stärkste Konkurrenz. Und im 50-m-Freistilsprint stößt zu diesem Kreis auch noch der Brite Mark Foster, mit 21,13 Sekunden der schnellste Mensch der Welt in einem Schwimmbecken.

Weitere Höhepunkte beim "arena worldcup 2002" sind vorprogrammiert, wenn Lenny Krayzelburg auf den Rückenstrecken gleich auf vier amtierende Europameister trifft: Stev Theloke (Chemnitz/50 m Kurz- und Langbahn), David Ortega (Spanien/100 m Langbahn), Thomas Rupprath (Wuppertal/100 m Kurzbahn) und Gordan Kozulj (Kroatien/200 m Kurz- und Langbahn). Hinzu kommen der fünfmalige Kurzbahn-Europameister (100/200 m Rücken) und Vize-Weltmeister (100 m) Orn Arnarson (Island), Ante Maskovic (Kroatien), der Kurzbahn-Europameister von 2000 über 50 m Rücken, sowie der Kanadier Mark Versfeld, 1998 hinter Krayzelburg Vize-Weltmeister über 100 und WM-Dritter über 200 m.

Krayzelburg schwamm vor zwei Jahren bei der Berliner Weltcup-Premiere Weltrekord über 200 m Rücken (1:52,43), im vergangenen Jahr setzte dann Kozulj an gleicher Stelle mit den aktuell gültigen 1:51,62 Minuten eine neue Höchstmarke.

Auf Thomas Rupprath wartet nach seinen beiden Weltrekorden Ende vergangenen Jahres über 100 und 200 m Schmetterling in Berlin eine neue Herausforderung. In Rostock bei den Deutschen Meisterschaften hatte er den 100-m-Rücken-Weltrekord des Amerikaners Neil Walker (50,75) nur um den Lidschlag von fünf Hundertstelsekunden verfehlt. Und über 100 m Schmetterling tritt er erneut gegen Schwedens Olympiasieger

Lars Frölander an, den er bei der Kurzbahn-EM in Antwerpen bereits zum zweiten Mal düpiert hatte. Mit dem Briten James Hickman, dreimaliger Kurzbahn-Weltmeister über 200 m, und dem australischen 100-m-Olympia-Dritten Geoff Huegill, zudem Weltrekordler über 50 m Schmetterling, erhält auch dieser Wettbewerb WM-Format.

Eine ähnliche Konstellation der Extra-Klasse bahnt sich auf den Bruststrecken an, wenn der Olympia-Zweite (100 m) und Weltrekordler Ed Moses (USA) auf die Weltmeister Roman Sludnow (Russland/100 m) und Oleg Lisogor (Ukraine/50 m), den finnischen Vize-Europameister Jarno Pihlava oder den taubstummen Olympia-Zweiten über 200 m Brust, Terence Parkin aus Südafrika, trifft.

Bei den Frauen gehört die in den USA trainierende Slowakin Martina Moravcova, viermalige Kurzbahn-Weltmeisterin und zehnmalige -Europameisterin, erneut zu den Star-Gästen in Berlin. Die 25-Jährige gilt als vielseitigste Schwimmerin der Weltspitze. In der vergangenen Saison gewann sie gleich in acht Wettbewerben die (für diese Saison modifizierte) Weltcup-Wertung!

Doppel-Olympiasiegerin Jana Klotschkowa (Ukraine), die in Antwerpen trotz Bestzeit über 400 m Lagen eine überraschende Niederlage gegen die Magdeburgerin Nicole Hetzer hatte hinnehmen müssen, meldete sich in Paris jetzt eindrucksvoll zurück - mit Weltrekord (4:27,83). Nicole Hetzer verlor dadurch auch ihren noch jungen Europarekord (4:29,46) wieder an die 19-jährige Klotschkowa. Neuauflage des Lagen-Duells in Berlin...

Die DSV-Elite ist beim "arena worldcup" mit wenigen Ausnahmen wie Sandra Völker (Hamburg), US-Studentin Anne Poleska (Krefeld) oder Mark Warnecke (Schwäbisch-Gmünd) vollzählig am Start - auch Franziska van Almsick (Berlin), Hannah Stockbauer (Erlangen), Antje Buschschulte (Wuppertal) oder Annika Mehlhorn (Baunatal), die bei der Kurzbahn-EM in Antwerpen noch fehlten.

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Letzte Aktualisierung: 05.02.2002 •  webmaster@swimpool.de
 
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