|
Rund zwei Monate vor Beginn der Schwimm-DM steht der Kurzbahn-Weltmeister
ohne Verein da und könnte somit nicht an den nationalen Titelkämpfen
teilnehmen. Damit wäre auch eine Qualifikation für die
EM im Juli unmöglich.
Einer der besten deutschen Schwimmer sorgt derzeit für negative
Schlagzeilen. Mark Warnecke manövrierte sich mit einer kurzfristigen
Absage in eine bedrohliche Lage. Der Kurzbahn-Weltmeister muss jetzt
um seine Teilnahme an der Schwimm-DM in Warendorf (22. bis 26. Mai)
und damit seine Qualifikation für die EM in Berlin (25. Juli
bis 4. August) bangen. Nachdem der SV Schwäbisch Gmünd
sich vom erst im November gekommenen Olympia-Dritten von 1996 getrennt
hat, steht der 32-Jährige ohne einen für die DM-Teilnahme
notwendigen Verein da. Die Verbandsregeln lassen einen Wechsel des
Klubs nur einmal in zwölf Monaten zu.Hintergrund für Schwäbisch
Gmünds Entscheidung war Warneckes kurzfristige Absage für
seinen Start bei den Mannschafts-Kämpfen der zweiten Bundesliga
am vergangenen Wochenende. Der angehende Unfallchirurg kontert die
Vorwürfe des Klubs: "Ich habe von meinen Aufwandsentschädigungen
in Höhe von 600 Mark noch nichts gesehen."Sportdirektor
Ralf Beckmann vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) will den bereits
zuvor von der SG Essen vor die Tür gesetzte Warnecke bei der
DM, wo der frühere Kurzbahn-Weltrekordler die EM-Norm erfüllen
und seinen Titel über 50m Brust verteidigen will, nur mit einem
Verein starten lassen.Warnecke kann nun ungeachtet aller Querelen
mit Schwäbisch Gmünd nur auf ein Entgegenkommen seines
bisherigen Klubs hoffen. SV-Vorstand Wolfgang Patzke hat auch schon
Bereitschaft dazu signalisiert: "Wenn er seine Meldegelder
und sonstige Auslagen, die wir haben, vorab bezahlt, werden wir
ihn zu den Wettkämpfen und Meisterschaften melden, bei denen
er starten will."
© 2002 sid new media
|