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Springen, 20.02.02, von schwimm-press
58. Hallen-DM der Springer in Aachen — Spagat zwischen EM und Grundlagen-Arbeit für Athen

Ein Feuerwerk neuer spektakulärer Sprünge erwartet Bundestrainerin Ursula Klinger (Aachen) von ihren Spitzenathleten und -athletinnen bei den 58. Deutschen Hallen-Meisterschaften der Kunst- und Turmspringer am kommenden Wochenende (21. bis 24. Februar) in der Westhalle ihrer Heimatstadt. "Nahezu alle unserer Top-Athleten haben schon im Winter mit Blick auf Athen 2004 den Schwierigkeitsgrad ihrer Serie erhöht. Ein olympisches Finale wird nur der erreichen, der schwierigste Sprünge in hoher Qualität zeigt. Aber ein derartiger Reifeprozess braucht auch bei Spitzenspringern zwei Jahre und mehr", weiß Ursula Klinger.

Walter Alt (Hattersheim), Vorsitzender der Fachsparte Springen im DSV, will in Aachen denn auch seine subjektiven Eindrücke sammeln in der Beurteilung "der perspektivischen Entwicklung einer Serie". Alt: "Dieses Jahr müssen wir angesichts der Europameisterschaften im eigenen Land, im Sommer in Berlin, natürlich einen Spagat wagen zwischen dem Nahziel einer möglichst erfolgreichen EM und der kontinuierlichen Grundlagen-Arbeit für die Olympischen Spiele 2004."

Die Hallen-Meisterschaften in Aachen erhalten auch Qualifikations-Charakter für die kommenden Grand Prix-Wettbewerbe, angefangen von den Internationalen Rostocker Springer-Tagen (1 . bis 3. März), oder den "Champions Cup" in Stockholm (13./14. April), zu dem der DSV seine neuen Hallen-Meister schicken wird.

Die Berlinerin Conny Schmalfuß, die erst 19-jährige Vize-Europameisterin Heike Fischer (Leipzig), die Synchron-Europameister vom Brett, Andreas Wels (Halle) und dessen Partner, der Springer des Jahres 2001, Tobias Schellenberg (Leipzig), oder die beiden Dresdner Heiko Meyer und Jan Hempel vom Turm - das sind die aktuellen Erfolgsgaranten des DSV.

Der mittlerweile 30-jährige Hempel kämpft um seinen 46. nationalen Titel im DSV. Im November hatte sich Hempel allerdings einer neuerlichen Operation unterziehen müssen. Diesmal an der linken Hand. Die 26-jährige Jura-Studentin Conny Schmalfuß sorgte nach ihrer WM-Bronzemedaille mit ihrer Berliner Vereinskameradin Ditte Kotzian im Synchronspringen vom 3-m-Brett zum Jahresende noch einmal für einen Achtungserfolg der deutschen Athleten. Beim 4. Fina Supercup in Athen, dem Grand Prix-Finale 2001, belegte sie Platz drei vom 3-m-Brett wie auch der Dresdner Heike Meyer vom Turm.

Perspektiven für die Zukunft zeigten bei den Junioren-Europameisterschaften im vergangenen Sommer auf Malta die Goldmedaillengewinnerinnen Katja Dieckow (Halle/1 m) und Anna Kieß (BerIin/Turm) auf. In Aachen könnte Katja Dieckow allerdings noch durch eine Fußverletzung gehandicapt sein.

Aus dem aktuellen Kader des DSV fehlt in Aachen der Rostocker US-Student Stefan Ahrens, den unaufschiebbare Klausuren in Miami/Florida binden. Nicht mehr dabei ist der amtierende Europameister vom 1-m-Brett, Alexander Mesch. Der 29-jährige Rostocker hat seine Laufbahn ebenso beendet wie seine Mannschaftskameradin, die Olympia-Zweite von Atlanta 1996 vom Turm, Annika Walter.

Mit der Olympia-Dritten vom 3-m-Brett von Sydney, Dörte Lindner (ebenfalls Rostock), der viermaligen Turm-Europameisterin im Einzel- und Synchronspringen, Ute Wetzig (Leipzig), Simona Koch (Berlin), Europameisterin 1993 vom 1-m-Brett, Holger Schlepps, WM-Dritter 1998 vom 1-m-Brett sowie Annika Walter und Alexander Mesch hat der DSV in einem Zeitraum von weniger als 20 Monaten sechs Weltklasse-Athleten durch Rücktritt verloren. Walter und Mesch werden in der nächsten Woche beim Grand Prix in ihrer Heimatstadt Rostock offiziell vom DSV verabschiedet.

Titelverteidiger und Favoriten der Hallen-DM:

Frauen, 1 m: Titelverteidigerin: Heike Fischer (SC DHfK Leipzig). - Favoritinnen: Heike Fischer (SC DHfK Leipzig), Conny Schmalfuß (Berliner TSC), Silvia Golle (Berliner TSC).

3 m: Titelverteidigerin: Ditte Kotzian (Berliner TSC) - Favoritinnen: Heike Fischer, Conny Schmalfuß, Ditte Kotzian, Silvia Golle.

Turm: Titelverteidigerin: Anke Piper (Berliner TSC). - Favoritinnen: Anke Piper, Christin Steuer, Anna Kieß (alle Berliner TSC), Annett Gamm (Dresdner SC).

Kombinationswertung: Titelverteidigerin: Christiane Kilb (SV Mainz).

Synchron 3 m: Titelverteidigerinnen: Ditte Kotzian/Conny Schmalfuß (Berliner TSC). Favoritinnen: Ditte Kotzian/Conny Schmalfuß (Berliner TSC), Silvia GoIle/Heike Fischer (Berliner TSC/SC DHfK Leipzig).

Synchron Turm: Titelverteidigerinnen: Ditte Kotzian/Annett Gamm (Berliner TSC/Dresdner SC). - Favoritinnen: Ditte Kotzian/Annett Gamm, Olivia Maresch/Anna Kieß (Berliner TSC), Christin Steuer/Anke Piper (Berliner TSC).

Männer, 1 m: Titelverteidiger: Alexander Mesch (WSC Empor Rostock). - Favoriten: Tobias Schellenberg (SC DHfK Leipzig), Christian Löffler (WSC Rostock).

3 m: Titelverteidiger: Andreas Wels (SV Halle). - Favoriten: Andreas Wels, Tobias Schellenberg, Christian Löffler, Heiko Meyer (Dresdner SC).

Turm: Titelverteidiger: Heiko Meyer (Dresdner SC). - Favoriten: Heiko Meyer, Jan Hempel (beide Dresdner SC).

Kombinationswertung: Frank Sander (WSC Empor Rostock).

Synchron 3 m: Titelverteidiger: Andreas WeIs/Tobias Schellenberg (SV HaIIe/SC DHfK Leipzig) - Favoriten: Andreas WeIs/Tobias Schellenberg (SV HaIIe/SC DHfK Leipzig), Christian LöffIer/Frank Sander (WSC Empor Rostock), Stefan Ulrich/Norman Becker (SV Neptun Aachen).

Synchron Turm: Titelverteidiger: Jan HempeI/Heiko Meyer (Dresdner SC), Stefan Ulrich/Norman Becker (SV Neptun Aachen), Frank Sander/Frank Düffer (WSC Empor Rostock).

Zeitplan Deutsche Hallen-Meisterschaften im Kunst- und Turmspringen in Aachen, Westhalle, 21. bis 24. Februar:

Donnerstag, 21. Februar: 10.00 Uhr 1 m Frauen, Vorkampf. - 11.00 Uhr Synchron 3 m Männer, Vorkampf. - 12.10 Uhr Synchron Turm Frauen, Vorkampf. - 15.00 Uhr 1 m Frauen, Finale. - 15.50 Uhr Synchron 3 m Männer, Finale. - 16.40 Uhr Synchron Turm Frauen, Finale.

Freitag, 22. Februar: 10.00 Uhr 1 m Männer, Vorkampf. - 11.30 Uhr 3 m Frauen, Vorkampf und Halbfinale. - 13.45 Uhr Synchron Turm Männer, Vorkampf. - 16.00 Uhr 1 m Männer, Finale. - 16.50 Uhr 3 m Frauen, Finale. - 17.45 Uhr Synchron Turm Männer, Finale.

Samstag, 23. Februar: 10.00 Uhr 3 m Männer, Vorkampf und Halbfinale. - 12.35 Uhr Turm Frauen, Vorkampf und Halbfinale. - 16.00 Uhr 3 m Männer, Finale. - 17.00 Uhr Turm Frauen, Finale.

Sonntag, 24. Februar: 10.00 Uhr Synchron 3 m Frauen, Vorkampf. - 11. 00 Uhr Turm Männer, Vorkampf und Halbfinale. - 14.30 Uhr Synchron 3 m Frauen, Finale. - 15.15 Uhr Turm Männer, Finale.

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Letzte Aktualisierung: 20.02.2002 •  webmaster@swimpool.de
 
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