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Ein Feuerwerk neuer spektakulärer Sprünge erwartet Bundestrainerin
Ursula Klinger (Aachen) von ihren
Spitzenathleten und -athletinnen bei den 58. Deutschen Hallen-Meisterschaften
der Kunst- und Turmspringer am kommenden Wochenende (21. bis 24.
Februar) in der Westhalle ihrer Heimatstadt. "Nahezu alle unserer
Top-Athleten haben schon im Winter mit Blick auf Athen 2004 den
Schwierigkeitsgrad ihrer Serie erhöht. Ein olympisches Finale
wird nur der erreichen, der schwierigste Sprünge in hoher Qualität
zeigt. Aber ein derartiger Reifeprozess braucht auch bei Spitzenspringern
zwei Jahre und mehr", weiß Ursula Klinger.
Walter Alt (Hattersheim), Vorsitzender der Fachsparte Springen
im DSV, will in Aachen denn auch seine subjektiven Eindrücke
sammeln in der Beurteilung "der perspektivischen Entwicklung
einer Serie". Alt: "Dieses Jahr müssen wir angesichts
der Europameisterschaften im eigenen Land, im Sommer in Berlin,
natürlich einen Spagat wagen zwischen dem Nahziel einer möglichst
erfolgreichen EM und der kontinuierlichen Grundlagen-Arbeit für
die Olympischen Spiele 2004."
Die Hallen-Meisterschaften in Aachen erhalten auch Qualifikations-Charakter
für die kommenden Grand Prix-Wettbewerbe, angefangen von den
Internationalen Rostocker Springer-Tagen (1 . bis 3. März),
oder den "Champions Cup" in Stockholm (13./14. April),
zu dem der DSV seine neuen Hallen-Meister schicken wird.
Die Berlinerin Conny Schmalfuß, die erst 19-jährige
Vize-Europameisterin Heike Fischer (Leipzig), die Synchron-Europameister
vom Brett, Andreas Wels (Halle) und dessen Partner, der Springer
des Jahres 2001, Tobias Schellenberg (Leipzig), oder die beiden
Dresdner Heiko Meyer und Jan Hempel vom Turm - das sind die aktuellen
Erfolgsgaranten des DSV.
Der mittlerweile 30-jährige Hempel kämpft um seinen 46.
nationalen Titel im DSV. Im November hatte sich Hempel allerdings
einer neuerlichen Operation unterziehen müssen. Diesmal an
der linken Hand. Die 26-jährige Jura-Studentin Conny Schmalfuß
sorgte nach ihrer WM-Bronzemedaille mit ihrer Berliner Vereinskameradin
Ditte Kotzian im Synchronspringen vom 3-m-Brett zum Jahresende noch
einmal für einen Achtungserfolg der deutschen Athleten. Beim
4. Fina Supercup in Athen, dem Grand Prix-Finale 2001, belegte sie
Platz drei vom 3-m-Brett wie auch der Dresdner Heike Meyer vom Turm.
Perspektiven für die Zukunft zeigten bei den Junioren-Europameisterschaften
im vergangenen Sommer auf Malta die Goldmedaillengewinnerinnen Katja
Dieckow (Halle/1 m) und Anna Kieß (BerIin/Turm) auf. In Aachen
könnte Katja Dieckow allerdings noch durch eine Fußverletzung
gehandicapt sein.
Aus dem aktuellen Kader des DSV fehlt in Aachen der Rostocker US-Student
Stefan Ahrens, den unaufschiebbare Klausuren in Miami/Florida binden.
Nicht mehr dabei ist der amtierende Europameister vom 1-m-Brett,
Alexander Mesch. Der 29-jährige Rostocker hat seine Laufbahn
ebenso beendet wie seine Mannschaftskameradin, die Olympia-Zweite
von Atlanta 1996 vom Turm, Annika Walter.
Mit der Olympia-Dritten vom 3-m-Brett von Sydney, Dörte Lindner
(ebenfalls Rostock), der viermaligen Turm-Europameisterin im Einzel-
und Synchronspringen, Ute Wetzig (Leipzig), Simona Koch (Berlin),
Europameisterin 1993 vom 1-m-Brett, Holger Schlepps, WM-Dritter
1998 vom 1-m-Brett sowie Annika Walter und Alexander Mesch hat der
DSV in einem Zeitraum von weniger als 20 Monaten sechs Weltklasse-Athleten
durch Rücktritt verloren. Walter und Mesch werden in der nächsten
Woche beim Grand Prix in ihrer Heimatstadt Rostock offiziell vom
DSV verabschiedet.
Frauen, 1 m: Titelverteidigerin:
Heike Fischer (SC DHfK Leipzig). - Favoritinnen: Heike Fischer (SC
DHfK Leipzig), Conny Schmalfuß (Berliner TSC), Silvia Golle
(Berliner TSC).
3 m: Titelverteidigerin: Ditte
Kotzian (Berliner TSC) - Favoritinnen: Heike Fischer, Conny Schmalfuß,
Ditte Kotzian, Silvia Golle.
Turm: Titelverteidigerin: Anke
Piper (Berliner TSC). - Favoritinnen: Anke Piper, Christin Steuer,
Anna Kieß (alle Berliner TSC), Annett Gamm (Dresdner SC).
Kombinationswertung: Titelverteidigerin:
Christiane Kilb (SV Mainz).
Synchron 3 m: Titelverteidigerinnen:
Ditte Kotzian/Conny Schmalfuß (Berliner TSC). Favoritinnen:
Ditte Kotzian/Conny Schmalfuß (Berliner TSC), Silvia GoIle/Heike
Fischer (Berliner TSC/SC DHfK Leipzig).
Synchron Turm: Titelverteidigerinnen:
Ditte Kotzian/Annett Gamm (Berliner TSC/Dresdner SC). - Favoritinnen:
Ditte Kotzian/Annett Gamm, Olivia Maresch/Anna Kieß (Berliner
TSC), Christin Steuer/Anke Piper (Berliner TSC).
Männer, 1 m: Titelverteidiger:
Alexander Mesch (WSC Empor Rostock). - Favoriten: Tobias Schellenberg
(SC DHfK Leipzig), Christian Löffler (WSC Rostock).
3 m: Titelverteidiger: Andreas
Wels (SV Halle). - Favoriten: Andreas Wels, Tobias Schellenberg,
Christian Löffler, Heiko Meyer (Dresdner SC).
Turm: Titelverteidiger: Heiko Meyer
(Dresdner SC). - Favoriten: Heiko Meyer, Jan Hempel (beide Dresdner
SC).
Kombinationswertung: Frank Sander
(WSC Empor Rostock).
Synchron 3 m: Titelverteidiger:
Andreas WeIs/Tobias Schellenberg (SV HaIIe/SC DHfK Leipzig) - Favoriten:
Andreas WeIs/Tobias Schellenberg (SV HaIIe/SC DHfK Leipzig), Christian
LöffIer/Frank Sander (WSC Empor Rostock), Stefan
Ulrich/Norman Becker (SV Neptun Aachen).
Synchron Turm: Titelverteidiger:
Jan HempeI/Heiko Meyer (Dresdner SC), Stefan
Ulrich/Norman Becker (SV Neptun Aachen), Frank Sander/Frank
Düffer (WSC Empor Rostock).
Donnerstag, 21. Februar: 10.00
Uhr 1 m Frauen, Vorkampf. - 11.00 Uhr Synchron 3 m Männer,
Vorkampf. - 12.10 Uhr Synchron Turm Frauen, Vorkampf. - 15.00 Uhr
1 m Frauen, Finale. - 15.50 Uhr Synchron 3 m Männer, Finale.
- 16.40 Uhr Synchron Turm Frauen, Finale.
Freitag, 22. Februar: 10.00 Uhr
1 m Männer, Vorkampf. - 11.30 Uhr 3 m Frauen, Vorkampf und
Halbfinale. - 13.45 Uhr Synchron Turm Männer, Vorkampf. - 16.00
Uhr 1 m Männer, Finale. - 16.50 Uhr 3 m Frauen, Finale. - 17.45
Uhr Synchron Turm Männer, Finale.
Samstag, 23. Februar: 10.00 Uhr
3 m Männer, Vorkampf und Halbfinale. - 12.35 Uhr Turm Frauen,
Vorkampf und Halbfinale. - 16.00 Uhr 3 m Männer, Finale. -
17.00 Uhr Turm Frauen, Finale.
Sonntag, 24. Februar: 10.00 Uhr
Synchron 3 m Frauen, Vorkampf. - 11. 00 Uhr Turm Männer, Vorkampf
und Halbfinale. - 14.30 Uhr Synchron 3 m Frauen, Finale. - 15.15
Uhr Turm Männer, Finale.
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