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Schwimmen, 16.12.02, von wir-im-sport.de/sid
Letzer Tag Kurzbahn-EM — DSV feiert Medaillen-Regen bei Heim-EM

Die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes hat bei der Kurzbahn-EM in Riesa kräftig abgeräumt. Für ein Glanzlicht sorgte am Abschlusstag Sarah Poewe (Wuppertal), die in Rekordzeit zu ihrem vierten Edelmetall schwamm.

Die deutschen Schwimmer haben bei der 6. Kurzbahn-EM in Riesa fleißig Edelmetall gesammelt. Angeführt von seinem Gold-Jungen Thomas Rupprath feierte das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) das erfolgreichste Abschneiden seit Sheffield 1998 (23 Medaillen) und bestätigte eindrucksvoll seine Position als Nummer eins auf dem Kontinent.

Am Schlusstag avancierte der überragende Rupprath über 100m Rücken mit seinem dritten Einzel-Gold zum erfolgreichsten Teilnehmer. Der DSV, für den Sarah Poewe über 100m Brust gleich bei ihrem Nationalteam-Debüt in deutscher Rekordzeit von 1:06,67 Minuten einen Titel gewann, bilanzierte 22 Medaillen (7/7/8). Am Ende schwammen Rupprath und die 4x50-m-Freistilstaffel in 1:27,27 Minuten zwar an den Medaillen vorbei, aber für Rupprath blieben 5000 Euro Prämien und eine 2600 Euro teure Uhr.

11.000 Zuschauer an vier Tagen "Die Anzahl überrascht", meinte DSV-Cheftrainer Ralf Beckmann, der den beiden diesjährigen Europameisterschaften im eigenen Land historische Dimensionen beimaß: "2002 markiert einen Meilenstein in der 116-jährigen Geschichte des deutschen Schwimmsports", bilanzierte Beckmann. Schwimmen hat sich zum Event gemausert. Nach den Berliner "Van-Almsick-Festspielen" sorgten in der sächsischen Sportstadt insgesamt 11.000 Zuschauer an vier Veranstaltungstagen rund um das mobile 25-m-Becken für eine grandiose Kulisse in der erdgas arena.

Rupprath im Duell mit Theloke klarer Sieger

Unumstrittener Star war Rupprath, der über 100m Rücken das deutsche Duell mit Langbahn-Europameister Stev Theloke aus Chemnitz zu einer einseitigen Angelegenheit werden ließ. "Jetzt geht nichts mehr. Ich wusste, das Stev angreifen würde, ich habe mich gerade noch ins Ziel gerettet", meinte der Weltrekordler, der sich mit einem Blitzstart klar von der Konkurrenz absetzte und seinen Vorsprung in 51,51 Sekunden vor Theloke (51,71) ins Ziel rettete.

Gefeiert wurde auch Antje Buschschulte, die über 200m ihr drittes Einzel-Gold in deutscher Rekordzeit von 2:06,26 Minuten als Zweite hinter der Britin Sarah Price (2:05,19) nur knapp verpasste. "Für meine Psyche ist es sehr wichtig, dass ich so gut geschwommen bin", sagte die 23-Jährige. Zuvor hatte Buschschulte jeweils Gold 50 und 100m Rücken geholt. Hinzu kam Silber in der 4x50-m-Lagenstaffel mit deutschem Rekord (1:49,25) und Bronze im Freistilquartett. "Das ist die Wiedergeburt von Antje Buschschulte" meinte Ralf Beckmann.

Poewe überzeugte mehrfach

Voll des Lobes war der Cheftrainer auch für Rupprath und Sarah Poewe. Die Brustlagenspezialistin Sarah Poewe hatte bei ihrem Meisterschafts-Debüt für Deutschland am Samstag nach dem zweiten Platz in der Lagenstaffel bereits dreimal Silber gewonnen. Zudem hatte die in Kapstadt geborene 19-Jährige schon im Halbfinale über 100m Brust in 1:07,09 Minuten den knapp 17 Jahre alten deutschen Rekord der Leipzigerin Silke Hörner gestreift. Im Finale blieb sie dann 42 Hundertstelsekunden unter der Methusalem-Marke.

Alle Ergebnisse auf der Website: www.kurzbahn-em-riesa.de

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Letzte Aktualisierung: 20.12.2002 •  webmaster@swimpool.de
 
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