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Die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes hat bei der Kurzbahn-EM
in Riesa kräftig abgeräumt. Für ein Glanzlicht sorgte am Abschlusstag
Sarah Poewe (Wuppertal), die in Rekordzeit zu ihrem vierten Edelmetall
schwamm.
Die deutschen Schwimmer haben bei der 6. Kurzbahn-EM in Riesa fleißig
Edelmetall gesammelt. Angeführt von seinem Gold-Jungen Thomas Rupprath
feierte das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) das erfolgreichste
Abschneiden seit Sheffield 1998 (23 Medaillen) und bestätigte eindrucksvoll
seine Position als Nummer eins auf dem Kontinent.
Am Schlusstag avancierte der überragende Rupprath über 100m Rücken
mit seinem dritten Einzel-Gold zum erfolgreichsten Teilnehmer. Der
DSV, für den Sarah Poewe über 100m Brust gleich bei ihrem Nationalteam-Debüt
in deutscher Rekordzeit von 1:06,67 Minuten einen Titel gewann,
bilanzierte 22 Medaillen (7/7/8). Am Ende schwammen Rupprath und
die 4x50-m-Freistilstaffel in 1:27,27 Minuten zwar an den Medaillen
vorbei, aber für Rupprath blieben 5000 Euro Prämien und eine 2600
Euro teure Uhr.
11.000 Zuschauer an vier Tagen "Die Anzahl überrascht", meinte
DSV-Cheftrainer Ralf Beckmann, der den beiden diesjährigen Europameisterschaften
im eigenen Land historische Dimensionen beimaß: "2002 markiert einen
Meilenstein in der 116-jährigen Geschichte des deutschen Schwimmsports",
bilanzierte Beckmann. Schwimmen hat sich zum Event gemausert. Nach
den Berliner "Van-Almsick-Festspielen" sorgten in der sächsischen
Sportstadt insgesamt 11.000 Zuschauer an vier Veranstaltungstagen
rund um das mobile 25-m-Becken für eine grandiose Kulisse in der
erdgas arena.
Rupprath im Duell mit Theloke klarer Sieger
Unumstrittener Star war Rupprath, der über 100m Rücken das deutsche
Duell mit Langbahn-Europameister Stev Theloke aus Chemnitz zu einer
einseitigen Angelegenheit werden ließ. "Jetzt geht nichts mehr.
Ich wusste, das Stev angreifen würde, ich habe mich gerade noch
ins Ziel gerettet", meinte der Weltrekordler, der sich mit einem
Blitzstart klar von der Konkurrenz absetzte und seinen Vorsprung
in 51,51 Sekunden vor Theloke (51,71) ins Ziel rettete.
Gefeiert wurde auch Antje Buschschulte, die über 200m ihr drittes
Einzel-Gold in deutscher Rekordzeit von 2:06,26 Minuten als Zweite
hinter der Britin Sarah Price (2:05,19) nur knapp verpasste. "Für
meine Psyche ist es sehr wichtig, dass ich so gut geschwommen bin",
sagte die 23-Jährige. Zuvor hatte Buschschulte jeweils Gold 50 und
100m Rücken geholt. Hinzu kam Silber in der 4x50-m-Lagenstaffel
mit deutschem Rekord (1:49,25) und Bronze im Freistilquartett. "Das
ist die Wiedergeburt von Antje Buschschulte" meinte Ralf Beckmann.
Poewe überzeugte mehrfach
Voll des Lobes war der Cheftrainer auch für Rupprath und Sarah
Poewe. Die Brustlagenspezialistin Sarah Poewe hatte bei ihrem Meisterschafts-Debüt
für Deutschland am Samstag nach dem zweiten Platz in der Lagenstaffel
bereits dreimal Silber gewonnen. Zudem hatte die in Kapstadt geborene
19-Jährige schon im Halbfinale über 100m Brust in 1:07,09 Minuten
den knapp 17 Jahre alten deutschen Rekord der Leipzigerin Silke
Hörner gestreift. Im Finale blieb sie dann 42 Hundertstelsekunden
unter der Methusalem-Marke.
Alle Ergebnisse auf der Website: www.kurzbahn-em-riesa.de
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