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der Europameisterschaften Schwimmen 2003
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Neuss (schwimm-press) “Ich schiele nicht nur nach Medaillen,
sondern achte vor allem darauf, wie sich jeder einzelne aus
unserem Team im Finale durchsetzt. Unser Slogan für die Olympischen
Spiele in Athen, der da heißt, persönliche Bestzeit im Finale,
der gilt auch schon für Dublin”, nennt DSV-Sportdirektor Ralf
Beckmann (Kassel) seine Maxime für die Kurzbahn-Europameisterschaften
in dieser Woche (11. bis 14. Dezember) in der irischen Hauptstadt.
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Die Führungsposition auf dem Kontinent soll die mit 37 Aktiven
zweitgrößte DSV-Mannschaft aller Zeiten indes in Dublin schon verteidigen.
22 Medaillen (7-7-8) waren es vor Jahresfrist beim den “Heimspielen”
in Riesa.
Für Dublin erwarten Beckmann und Bundestrainer Manfred Thiesmann
(Warendorf) „einen weiteren kleinen Schritt nach vorne“ auf dem
Weg nach Athen. Dublin bedeutet für die europäische Elite immerhin
das letzte große internationale Aufeinandertreffen vor Athen, wird
so gesehen schon richtungsweisend sein. Beckmann: „Der vor-olympische
Hürdenlauf hat begonnen!“^
In Dublin erwartet Beckmann vor allem einen „massiven Ansturm der
Briten“, die in den letzten Jahren unter Leitung des Australiers
Bill Sweetenham mächtig „aufgerüstet“, in Barcelona im vergangenen
Sommer bereits zwei Weltmeister (Katy Sexton/200 m Rücken und James
Gibson/50 m Brust) gestellt haben. Die Briten treten in Dublin mit
48 Schwimmern an, haben die Kurzbahn-EM in ihr Qualifikations-Programm
für Athen mit einbezogen. Die Europäische Schwimm-Liga (LEN) hat
den Wünschen etlicher ihrer Mitgliedsverbände in diesem Rechnung
getragen und speziell für diese Titelkämpfe bis zu vier Athleten
pro Einzeldisziplin und Verband in den Vorläufen erlaubt. Der DSV
wird diese Regelung angesichts seiner großen Mannschaft jetzt auch
nutzen, obwohl er nicht Befürworter dieser LEN-Entscheidung war.
Die qualitativ übererwarten leistungsstarken Deutschen Meisterschaften
Ende November in Gelsenkirchen haben dazu geführt. Insgesamt 46
Athleten hatten die vom DSV geforderten Normen erfüllt, neun mussten
aus diesem Kreis dennoch zuhause bleiben. Für Beckmann ein untrügerisches
Indiz, in welchem Maße die Entwicklung voranschreitet – aber eben
nicht nur im Verbandsbereich des DSV. Athen hatte schon bei den
Weltmeisterschaften dieses Jahres in Barcelona mächtige Schatten
geworfen. Was heute noch gut ist im Schwimmsport, reicht morgen
schon nicht mehr...
Zehn Neulinge stehen im 37-köpfigen DSV-Team. „Eine gute Mischung
aus erfahrenen, etablierten Athleten und aufstrebenden Talenten“,
glaubt Beckmann. Marco di Carli (Sögel/18), Marc
Uppenkamp (Wuppertal/17) und Teresa Rohmann (Erlangen/16)
gehörten in Gelsenkirchen zu den „Shooting Stars“, aber auch „Spätzünder“
wie der durch die Bundeswehr beflügelte Jens Schreiber (Weser-Ems/Oldenburg/21)
oder die Würzburgerin Annika Liebs (24), die für Dublin und die
weitere Zukunft in die Rolle neuer Hoffnungsträger geschlüpft sind.
Eine Britta Steffen (Neukölln/20), 1999 sechsfache Junioren-Europameisterin,
scheint nach vierjähriger Durststrecke und ihrem Wechsel aus ihrer
Heimatstadt Schwedt/Oder zu Franziska van Almsicks Trainer Norbert
Warnatzsch bei der SG Neukölln Berlin jetzt endlich vor dem internationalen
Durchbruch bei den „Großen“ zu stehen. Franziska van Almsick und
Britta Steffen beflügeln sich durch ihre gemeinsame Arbeit im täglichen
Training gegenseitig.
Für van Almsick (25) gilt wie für die aktuellen Weltmeister des
DSV, Hannah Stockbauer (Erlangen/21), Antje Buschschulte (Magdeburg/24)
und Thomas Rupprath (Wuppertal/26) in Bezug auf Dublin – gegenüber
Gelsenkirchen noch ein „Schüppchen“ draufzulegen. Bei Stockbauer
und Buschschulte sollte das Höhentraining, das sie auf Vereinsebene
in Flagstaff/Arizona absolviert haben, bei der Kurzbahn-EM erst
richtig anschlagen.
Die europäische Konkurrenz ist groß in Dublin. Die 7. Kurzbahn-EM
seit der Premiere 1996 in Rostock hat ein Rekord-Meldeergebnis von
fast 500 Athleten, 224 Frauen und 275 Männer, aus 40 Nationen erhalten,
die zusammen 1357 Einzel- und 52 Staffelmeldungen abgegeben haben.
29 der 34 Europameister von Riesa 2002 sind auch in Dublin wieder
dabei, von den Langbahn-Europameistern 2002 in Berlin sind in den
Einzelrennen 22 am Start. Einschließlich der Sprintstaffeln über
4x50 m Freistil und 4x50 m Lagen vergibt die LEN 38 Titel bei den
Männern und Frauen.
Von den europäischen Weltmeistern in Barcelona 2002 haben acht
für Dublin gemeldet: die gerade vom amerikanischen Fachmagazin “Swimming
World” zur “Welt-Schwimmerin des Jahres” gekürte dreifache Weltmeisterin
Hannah Stockbauer (400/800/1500 m Freistil), Hanna-Maria Seppälä/Finnland
(100 m Freistil), Alena Popchenko/Weißrussland (200 m Freistil),
Antje Buschschulte/Magdeburg (100 m Rücken), Katy Sexton/Großbritannien
(200 m Rücken), Otylia Jedrzejczak/Polen (200 m Schmetterling) sowie
James Gibson/Großbritannien (50 m Brust) und Thomas Rupprath (50
m Rücken).
Die Sydney-Goldmedaillengewinner Pieter van den Hoogenband/Niederlande
(100/200 m Freistil), Massimiliano Rosolino/Italien (200 m Lagen)
und Diana Mocanu/Rumänien (100/200 m Rücken) starten ebenfalls in
Dublin in die große Olympia-Saison 2003/04.
Die LEN hat insgesamt 34.000 Euro Preisgeld für die Kurzbahn-EM
sowie weitere wertvolle Sachpreise (Omega-Uhren für die Tagesbesten)
ausgeschrieben. Honoriert werden am Ende die jeweils sieben punktbesten
Leistungen der EM bei den Männern und Frauen: Der/die Schwimmer/in
mit der besten Leistung erhält € 5.000, der/die zweitbeste € 3.000,
der/die drittbeste jeweils € 2.000. Die Plätze vier bis sieben sind
mit jeweils € 1.500 ausgelobt. Zusätzlich wird der/die beste Newcomer/in
der EM mit jeweils € 1.000 gefördert.
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