|
Einstimmig hat der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen seinen Haushaltsplan
für das Jahr 2004 verabschiedet. Er umfasst ein Volumen von
ca. 44 Millionen Euro, rund 10 Millionen Euro weniger als im vergangenen
Jahr.
LandesSportBund-Präsident Richard Winkels teilte den 107 Hauptausschuss-Delegierten
mit, dass die Regierungskoalition von SPD und Grünen im Düsseldorfer
Landtag die Pläne zur kompletten Streichung der Förderung
der Übungsarbeit in den Vereinen zurückgenommen habe.
Die Fördergelder von 9,5 Millionen Euro seien auf 7 Millionen
Euro reduziert worden und sollen vor Ort direkt an die Vereine verteilt
werden. Die Pauschale für die Sportstättenförderung
nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz soll von den ursprünglich
vorgesehenen 27 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro aufgestockt
werden.
Der LandesSportBund, die Fachverbände und SSB/KSB sowie zahlreiche
Vereine hatten in den letzten Wochen massiv gegen die ursprünglichen
Kürzungsabsichten der Landesregierung protestiert.
Kritik äußerte Josef Bowinkelmann, Schatzmeister des
LandesSportBundes, bezüglich der von der Landesregierung beabsichtigten
Novellierung der Vergabepraxis: "Sollten die Gelder tatsächlich
nicht mehr nach dem bewährten Modell über den LandesSportBund,
sondern vor Ort verteilt werden, so entsteht mehr Bürokratie,
mehr Verwaltungsaufwand. Insofern sind die Pläne kontraproduktiv
vor dem Hintergrund einer auch von der Landesregierung geforderten
Vereinfachung des Verwaltungsaufwands."
Auf der Hauptausschuss-Sitzung wurde außerdem beschlossen,
den Landesverband Nordrhein-Westfalen des Deutschen Alpenvereins
als ordentliche Mitgliedsorganisation in den LandesSportBund aufzunehmen.
In dem Verband sind 57 Mitgliedsvereine mit 54.390 Mitgliedern vertreten.
|