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Schwimmjugend, 03.03.04, von Bernd Koch
Landesjugendplan-Zuschüsse: es wird deutlich enger

Wiederholt haben wir leider in den letzten Monaten darauf hinweisen müssen, dass schon wieder eine neue Kürzung der Landesjugendplanmittel (um rd. 30 %) ansteht. Doch von solch einer generellen Kürzung seitens des Landes mal abgesehen ist in einem zweiten Schritt entscheidend, wie die Kürzung im Detail von der Sportjugend NW umgesetzt wird, wobei aber die Mitglieder der Sportjugend (also auch die Schwimmjugend) ein Mitspracherecht haben.

Ganz wie bei Vereinsversammlungen gibt es dafür - je nachdem, was anliegt - die Jugendhauptausschusssitzung oder die Jugendvollversammlung. Dieses Mal wurde die Entscheidung im Rahmen einer Jugendhauptausschusssitzung am 26.02. getroffen. Nachfolgend die Erläuterung einiger Ergebnisse, soweit sie die Vereine betreffen:

Sachmittel
Beim Gesamtzuschuss für die sog. Sachmittel (Lehrgänge plus Ferienmaßnahmen) erfährt die Schwimmjugend eine Kürzung von 56.000 Euro auf 50.000 Euro. Dies für sich allein wäre nicht so schlimm, denn es ist ja eine noch moderate Kürzung. Allerdings werden wir mit Sicherheit nicht umhin können, spätestens ab 2005 die Lehrgangsgebühren für unsere Lehrgänge etwas anzuheben.

Lehrgänge
Generell gibt es eine stärkere Vorgabe, welche Lehrgänge durch die o.g. Mittel überhaupt noch bezuschusst werden. Momentan sind wir optimistisch, dass alle von uns für 2004 angebotenen Lehrgänge die Kriterien erfüllen, doch werden wir für die Zukunft mit gewissen Einschränkungen leben müssen.

Ferienmaßnahmen
Dieser Punkt ist sicher für unsere Vereine besonders interessant. Es gibt nun eine Soll-Vorschrift, dass nur noch ein Drittel der Sachmittel für Ferienmaßnahmen ausgegeben werden darf. Bei den o.g. 50.000 Euro wären dies also rd. 17.000 Euro. Für 2003 haben wir aber beinahe das Doppelte an Zuschüssen für die Vereine weiter geleitet.

Hier würde es also bei Beachtung der Vorschrift schon ziemlich eng werden. Weiterhin gibt es aber seit 2002 noch eine weitere Vorgabe seitens des Landesjugendplans, die uns das Leben schwer macht: pro Tag und Teilnehmer müssen mindestens 2,50 Euro bezuschusst werden (max. 5 Euro) und dieses müssen wir dem beantragenden Verein im Rahmen eines Bewilligungsbescheides schon vor der Maßnahme garantieren.

Warum ist das so problematisch?
Bisher war unsere Praxis die, dass wir im Rahmen einer Gesamtsolidarität allen antragstellenden Vereinen pro Tag und Teilnehmer (=Teilnehmertag) exakt den selben Zuschuss gegeben haben. Die Höhe des Zuschusses konnte natürlich erst nach Abschluss aller Maßnahmen (= Gesamtzahl aller Teilnehmertage) ermittelt und in ein Verhältnis zur zur Verfügung stehenden Gesamtzuschusssumme gesetzt werden. Bei - z. B. - 24.000 Euro Gesamtzuschusssumme und 8.000 Teilnehmertagen wären also pro Tag und Teilnehmer 3 Euro gezahlt worden.

Nunmehr sollen wir aber im voraus die Mindestbezuschussung von 2,50 Euro pro Teilnehmertag garantieren, ohne zu wissen, wie viele Teilnehmertage am Ende heraus kommen und das bei einer Deckelung der Zuschusssumme auf rd. 17.000 Euro (= 30% der Gesamtzuwendung für Sachkosten).

Für 2003 hatten wir eine Gesamtzahl an Teilnehmertagen von knapp 9.000 und konnten bei einer zur Verfügung stehenden Zuschusssumme von rd. 33.000 Euro pro Tag und Teilnehmer 3,70 Euro auszahlen.

Wie würde das nun bei gleicher Gesamtzahl an Teilnehmertagen für 2004 aussehen:

9.000 x 2,50 Euro (Mindestzuschuss) ergibt 22.500 Euro, die wir den Vereinen garantieren müssten - wir hätten aber nur rd. 17.000 Euro zur Verfügung. Die Differenz müsste die Schwimmjugend aus "eigener Tasche", also aus Verbandsmitteln, zahlen, was wir einfach nicht haben.

Also bliebe nur eine Änderung des Vergabesystems nach dem Motto: er werden nur so lange Anträge auf Zuschuss von Ferienmaßnahmen berücksichtigt, wie Geld vorhanden ist: ca. ein Drittel aller Anträge müsste deshalb abgewiesen werden.

Wenn man dann noch bedenkt, dass wir von den 50.000 Euro Gesamtzuschuss somit rd. 33.000 Euro für Lehrgänge ausgeben müssten, in 2003 (von den dort noch 56.000 Euro) aber nur 23.000 Euro ausgegeben haben, müssten wir also für 2004 einerseits rd. 10.000 Euro an die Sportjugend zurück geben und könnten andererseits ein Drittel aller Ferienmaßnahmen nicht bezuschussen.

Heiliger Bürokratius!!! Warum lässt man die Verbände in Zeiten knapper werdender Mittel nicht wenigstens das verbleibende Geld so ausgeben wie es der Verbandsrealität entspricht? Stattdessen immer mehr Vorschriften und Einschränkungen - offenbar umgekehrt proportional zu den Kürzungen.

Wir haben uns daher sehr engagiert dafür eingesetzt, dass wir im Rahmen der 50.000 Euro Gesamtzuschuss mehr als 30 % für Ferienmaßnahmen ausgeben dürfen und somit möglichst a l l e n Antragstellern einen Zuschuss gewähren können. Wie ganz oben geschrieben, handelt es sich bei den 30 % z. Zt. noch um eine Soll-Vorschrift und so werden wir nun versuchen, eine entsprechende Ausweitung der Mittel für Ferienmaßnahmen zu erreichen. Ob das aber in Zukunft noch so klappen wird, ist mehr als fraglich, denn offensichtlich will die Landesregierung über kurz oder lang die Bezuschussung von Ferienmaßnahmen ganz abschaffen. Warten wir es mal ab.

Fazit
Auch wenn zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Textes noch nicht ganz klar ist, wie viel Zuschussmittel wir für Ferienmaßnahmen verwenden dürfen, so ist doch vorsichtiger Optimismus angesagt, was das Jahr 2004 angeht. Mindestens 2,50 Euro pro Tag und Teilnehmer sollten drin sein - und das für a l l e beantragten Maßnahmen. Für 2005 wäre aber jede Spekulation unseriös.

Zusatzinfos

Die Bedingungen, unter denen man einen Zuschuss für Ferienmaßnahmen erhalten kann, sind auf den Jugendseiten unter der Rubrik "Zuschüsse" zu finden.

Wer immer ganz aktuell benachrichtigt werden möchte, sollte sich auf o.g. Jugendseite für den kostenlosen E-Mail Newsletter anmelden.
Fragen werden aber natürlich auch nach wie vor vom Jugendsekretariat telefonisch oder schriftlich beantwortet, vorzugsweise von Frau Wenzel oder Robert Collette (gemeinsame Telefonnummer: 0203 / 73 81 635; vormittags).

Bernd Koch

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Letzte Aktualisierung: 03.03.2004 •  webmaster@swimpool.de
 
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