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Schwimmverband NRW, 28.06.04, von
Adolf Hillebrand
Zu einem Meinungs- und Erfahrungsaustausch trafen sich am vergangenen
Wochenende Vertreter der Präsidien des Bayerischen Schwimmverbandes
(BSV), des Schwimmverbandes Niedersachsen (SVN) und des Schwimm-Verbandes
NRW (SV NRW) in Bonn.
Im Mittelpunkt der Beratungen stand der DSV-Verbandstag im November
2004 mit den zu erwartenden Anträgen insbesondere zur Reform
des Wettkampfpasssystems. Konkrete Aussagen konnten dazu nicht gemacht
werden, da ein Konzept für ein solches System vom DSV bisher
nicht vorgelegt wurde. Die Teilnehmer stimmten aber überein,
dass eine detaillierte Konzeption für ein neues Wettkampfsystem
frühzeitig vor dem Verbandstag in den Landesverbänden
sein muss, damit diese das Thema ihren Vereinen vorstellen können.
"Eine so weitreichende Änderung muss mit unseren Vereinen
beraten werden, denn diese müssen die Kosten für ein wie
auch immer ausgelegtes Konzept tragen", fasst Manfred Peppekus,
Präsident des SV NRW, die Stimmung zusammen. Und dass darüber
nur der Verbandstag abschließend entscheiden kann, stand für
alle außer Frage. Das gelte auch für die bereits in Aussicht
gestellte Einführung einer "Karstadt-Sportcard".
Auch in Bezug auf die Förderung des Leistungssports wurden
Ansprüche an den DSV angemeldet. Der SV NRW wird vom Verbandstag
die Einrichtung einer Leistungssportkommission fordern, die die
Förderung des Leistungssports in den Landesverbänden und
im DSV koordiniert. "Die durchgängige Förderung von
der Talentsuche bis zum Hochleistungssport kann nur durch ein mit
allen Beteiligten gemeinsam getragenes und abgestimmtes Verfahren
gesichert werden," heißt es in der Begründung des
Antrags.
Zu Beginn der Tagung stellte Michael Scharf, Vorsitzender der SSF
Bonn, seinen Verein vor und referierte über die Erwartungen,
die ein Schwimmverein an den Verband habe. Diese ließen sich
in vier Stichworte packen: "Geld, Know-how, Lobby, Geld!".
So begrüße er, wenn der Verband Wissen z.B. in Bäderfragen
sammle und den Vereinen zur Verfügung stelle. Unabdingbar für
die Akzeptanz des Verbandes bei seinen Vereinen sei Transparenz,
auch in finanziellen Dingen. Scharf, der seit dem 1. Juni 2004 hauptberuflicher
Leiter des Olympiastützpunkts Köln/Bonn/Leverkusen ist,
bezeichnete den Breiten- und den Leistungssport als gleichwertige
Säulen des Vereins. Für den Leistungssport forderte er
aber, alle Kräfte - auch gemeinsam mit anderen Vereinen und
dem Verband - zu bündeln und so gewonnene Synergien zu nutzen.
Dafür werde er sich auch als OSP-Leiter einsetzen.
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