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Schwimmverband NRW, 24.11.04,
von A.Hillebrand
Als durchweg erfolgreich bewerteten die Delegationsleiter
Manfred Peppekus und Dr. Rudolf Salmen die Teilnahme am DSV-Verbandstag
2004 in Zwickau aus Sicht des Schwimmverbandes NRW. Mit fast 40
Delegierten stellte NRW das größte Kontingent aus einem
Landesverband.
Von der "Resolution zur Bäderproblematik", der Einrichtung
einer "Leistungssportkommission" (Anträge des SV
NRW) und der "Einrichtung von Vereinsforen" (Antrag der
gemeinsam mit dem Bayerischen Schwimmverband entwickelt und von
diesem eingebracht wurde) fasste der Verbandstag Grundsatzbeschlüsse,
die die Verbandspolitik nach außen und nach innen positiv
beeinflussen werden.
Gerade die vom SV NRW eingebrachte Resolution zur Bäderproblematik
ergänzte die Feststellung des DSB-Präsidenten Manfred
von Richthofen in seinem Grundsatzreferat auf dem Verbandstag, dass
das "Schwimmen ein Menschenrecht" sei. Vor diesem Hintergrund
muß es das gemeinsame Ziel von Badbetreibern und Vereinen
sein, "der Bevölkerung ein flächendeckendes und bedarfsorientiertes
Angebot vorzuhalten".
Ebenfalls angenommen wurde der Vorschlag des SV NRW, Fragen der
Rechtsordnung und der Wettkampfbestimmungen in Zukunft in einem
neu einzurichtenden Ausschuss für Satzungs- und Rechtsfragen
zu behandeln und zu entscheiden und damit den Verbandstag zukünftig
zu entlasten.
Kontroverse Diskussion um die Finanzen
Die zentrale Frage der Diskussionen im Vorfeld und während
des Verbandstages war allerdings, ob es zu einer für alle Schwimmer
(ab dem 10. Lebensjahr) verpflichtenden Teilnahmegebühr von
15,00 € pro Jahr kommen werde. Vorgesehen war die Zahlungsverpflichtung
für die Teilnahme an allen Wettkämpfen auf Vereins- und
Verbandsebene.
Es dauerte fast 90 Minuten, bis deutlich wurde, dass die Landesschwimmverbände
Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen diesem Vorschlag nicht
zustimmen würden. Die Delegierten des SV NRW hatten die Risiken
einer solchen Entscheidung dargelegt und mit dem Hinweis auf das
Votum aus den NRW-Vereinen Alternativen angeboten (Beschränkung
auf amtliche Veranstaltungen), die aber nicht zur Abstimmung gestellt
wurden.
Die Entscheidung über das weitere Verfahren bleibt nunmehr
- bis spätestens Ende Januar 2005 - dem Hauptausschuss des
DSV vorbehalten. Der Schwimmverband NRW wird sich dem nicht verschließen,
aber vorab weitere Alternativen zur Finanzierung des Verbandes beraten
und in die Diskussion einbringen.
Eckehard W. Gebauer neuer Vizepräsident
Fast einstimmig wurde Dr. Christa Thiel (Wiesbaden) im Amt als
DSV-Präsidentin bestätigt. Mit Eckehard Gebauer (Ingolstadt),
Thomas Wupperfeld (Bad Kreuznach), Herbert Peters (Heidelberg),
Kai Morgenroth (Rosengarten) und Jürgen Fornoff (Kassel) bildet
sie das Präsidium des DSV (s. Bericht
schwimm-press). Die Vorsitzenden der Fachsparten wurden ebenfalls
in ihren Ämtern bestätigt.
Der nächste Verbandstag des Deutschen Schwimm-Verbandes wird
2008 in Teterow, Mecklenburg-Vorpommern, stattfinden.
siehe auch:
DSV-Verbandstag 2004 — Namen und Notizen
DSV-Verbandstag — Jürgen K. Blatz ausgezeichnet
DSV- Verbandstag in Zwickau
Wettkampfpass-Ordnung bis Ende Januar vertagt
DSV-Präsidentin Thiel bleibt im Amt
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