Schwimmen, 03.12.08, von Marion
Haas-Faller

von links: Annika Geller, Florian Moll, Tanja Gröpper
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Am Sonntag den 09.11.08 fand im Remscheider Sportbad der
2. offene BSNW-Kurzbahn-Cup, ein Wettkampf für Behinderte
und Nichtbehinderte im Schwimmer, statt. Ausrichter war der
Behindertensportverband NW e.V. (BSNW) und Veranstalter die
SG Remscheid.
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122 aktive Schwimmer (52 Behinderte und 70 Nichtbehinderte)
aus 14 Vereinen aus ganz NRW mit über 400 Meldungen und etliche
Zuschauer bildeten einen guten Rahmen für den integrativen
Schwimmwettkampf.
Aus dem Nichtbehinderten Bereich stellte die SG Remscheid und die
SF Unna ein großes Kontingent an Aktiven. Im Behindertenbereich
reichte die Palette von Breitensportlern über Teilnehmern an
deutschen Meisterschaften bis hin zu Paralympicteilnehmern. Der
wohl namhafteste Teilnehmer war Florian Moll, Teilnehmer der Paralympics
in Peking.
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Obwohl es nicht zum großen Wurf gereicht
hat kann der 17 jährige Nachwuchsathlet mit seinem 7.Platz
über 100m Brust und dem 8. Platz über 400m Freistil
in Peking mehr als zufrieden sein, zumal die Weltspitze recht
eng beieinander liegt.
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Bei diesem Wettkampf gab es eine Behindertenjahrgangswertung, eine
Nichtbehindertenjahrgangs-wertung und eine offene Klasse. Damit
die Leistungen aller Schwimmer vergleichbar sind erfolgte die Auswertung
über die Punktewertung der Weltrekorde der Behinderten bzw.
der Nichtbehinderten.
Für die Auswerter und Protokollführer bei diesem Wettkampf
eine echte Herausforderung, die glänzend gemeistert wurde.
Um erschwommenen Qualifikationsnormen und eventuellen Rekorden gerecht
zu werden wurde der Wettkampf bei den Verbanden DSV, DBS und IPC
angemeldet.
In entspannter Atmosphäre fanden hochkarätige Wettkämpfe
im Remscheider Sportbad statt und die Aktiven fanden es sehr interessant
zu ermitteln wo man im direkten Vergleich in der offenen Klasse
seine Leistungen einzustufen hatte. Auch am Rande des Wettkampfes
wurden Kontakte geknüpft und rege Erfahrungen ausgetauscht.
Alle Aktiven waren sich sicher, dass dieser Wettkampf garantiert
im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.
Sportlich setzten die Behindertensportler ein klares Zeichen. Als
herausragend sind die im Sportbad erschwommen Deutschen Rekorde
und Europarekorde zu bezeichnen. Da der Wettkampf beim DBS (Deutscher
Behindertensportverband) und IPC (Internationales Paralympisches
Komitee) angemeldet war, gelten diese Rekorde als offiziell.
Unter dem Applaus der Aktiven und Zuschauer gelang Paralympicteilnehmer
Florian Moll vom TSV Bayer 04 Leverkusen ein neuer Europarekord
über 1500m Freistil in der Startklasse S9 in der Zeit von 18:47,07
Minuten. Ebenfalls über 1500m Freistil schwamm Annika Geller
von der BSG Aachen in der Startklasse S8 in der Zeit von 23:34,53
Minuten einen Deutschen Rekord.
Dieses Kunststück brachte auch Tanja Gröpper vom TSV
Bayer 04 Leverkusen in der Startklasse S5 gleich drei Mal fertig.
Über 100m Freistil in 1:33,91 Minuten, über 50m Freistil
in 0:41,48 Minuten und über 50m Brust in 1:05,47 Minuten. Da
Tanja Gröpper erst seit April 2008 im Behindertensport aktiv
ist, sind ihre Leistungen gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Momentan ist sie nur national in der Startklasse S5 klassifiziert.
Da sie noch nicht international klassifiziert ist, gilt ihr Deutscher
Rekord über 50m Brust in 1:05,47 Minuten lediglich als inoffizieller
Weltrekord. Der noch gültige Weltrekord in Ihrer Startklasse
steht bei 1:28,32 Minuten und wurde im Remscheider Sportbad klar
unterboten.
Drei Mal unterbot auch Joyce Seifert-Riedel von der BS Essen in
der Startklasse GB den Deutschen Rekord. Über 100m Freistil
in 1:22,51 Minuten, über 50m Freistil in 0:37,10 Minuten und
über 2000m Freistil in 1:31,51 Minuten.
Klar das Veranstalter SG Remscheid und Ausrichter der Behinderten
- Sportverband NW e.V. mit dem sportlichen Niveau des Wettkampfes
und den neu geknüpften Kontakten zwischen behinderten und nichtbehinderten
Schwimmern vollauf zufrieden waren und dem Remscheider Publikum
eine breite Palette hervorragender Leistungen vom Breiten- bis zum
Leistungssport boten. Über eine Neuauflage des offenen BSNW-Kurzbahn-Cup
im nächsten Jahr wird bereits laut nachgedacht. Vielleicht
finden dann noch mehr Zuschauer, aber auch aktive Schwimmer den
Weg ins Sportbad, was die Veranstaltung zweifelsohne verdient hätte.
Marion Haas-Faller
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