Schwimmverband NRW, 25.10.09,
von Nicole Aretz / R.
Collette
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Die dritte Lizenzausbildung zum Erreichen der Trainer/in
C Lizenz Leistungssport Schwimmen im Jahr 2009 fand von Ende
August bis September an drei Wochenenden in der Schwimmsportschule
"Willy Isenberg" in Übach-Palenberg statt.
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Zum Erwerb ihrer Lizenz gratuliert der SV NRW: Nicole Aretz, Katja
Brender, Christoph Clephas, Simone Cremer, Tom Diehl, Christian
Dinraths, Liesa Fürst, Jana Grützmacher, Marc Karahan,
Philipp Kaszynski, Janina Kellmann, Fabian Klee, Peter Kopytkowski,
Dennis Kubina, Simon Lintz, Cosima Nauroth, Ricarda Scheller, Konstantin
Schmidt, Kathrin Stockmann, Annika Timons und Anne-Kristina Wolff.
Nachfolgend ein Bericht aus Sicht von Nicole Aretz:
Schwimmsport in der nächsten Runde
- neue C-Trainer werden gebacken
Viele nennen es ihren Hoffnungsschimmer, ihre Rekreation von der
Arbeitswelt, ihre Inspiration; "Wochenende" passt aber
auch ganz gut.
Von diesem lernte der 23-köpfige Trainernachwuchs in den
vergangenen Wochen eine völlig neue Seite kennen: Vorbei mit
Freund(in), Disco und (augenscheinlichem) Koma-Saufen - auf dem
Trainer-C-Lehrgang musste man ran!
In sechzig Arbeitsstunden galt es das Grundwissen des bis zu zwei
Jahre zuvor erworbenen Sportassistenten zu vertiefen, auszuweiten,
untereinander anzugleichen und vielleicht noch mal ins Gedächtnis
zu rufen. Dabei verloren die vier tatkräftigen Referenten Robert
Collette, Jürgen Verhölsdonk, Oliver Eigen und Christian
Schippers nie die Ruhe, auch wenn diese kurz vor den Kaffee-Pausen
unter den engagierten aber menschlichen Lernenden erleichtertes,
kurzfristig erleichterndes, Spiel hatte.
Aber wofür gibt es nicht alles Koffein? Die 23 Teilnehmer
werden diese Frage nun beantworten können, denn Dopingaufklärung
war ebensoviel Teil der theoretischen Ausbildung wie Kraul, Rücken,
Brust, Delfin, Start, Wende, koordinative Fähigkeiten, Kraft,
Beweglichkeit, Fehlerkorrekturen, Ausdauer, Grundschnelligkeit,
Entwicklung im Kinder- und Jugendalter, Sportmedizin, Didaktik und
Methodik, Grundlagen der Trainingslehre, langfristiger Trainingsaufbau
und physikalische Eigenschaften des Wassers.
Die einzelnen Vorträge wurden von PowerPoint-Präsentationen
begleitet, mit Lückentextbegleitschriften (Hand-Outs) unterstützt
und lediglich vom Discofieber des Beleuchtungssystems unterbrochen.
Das Programm war eng gefasst: Die Alternation von theoretischem
Kenntniserwerb und praktischer Hinterlegung wurde dabei nur von
den Essenszeiten der Schwimmsportschule und ihrer Nachtruhe unterbrochen
- und natürlich noch von den elf Tagen bis zum nächsten
Lehrgangs-Wochenende.
Anreisetermin war Freitagabend um sechs Uhr am Lehr- und Leistungszentrum
des Schwimmverbandes NRW, der Schwimmsportschule "Willy Isenberg"
in Übach-Palenberg. Ab diesem Zeitpunkt, an dem einige der
dreiundzwanzig jungen Erwachsenen bereits drei Stunden Autobahn-Monotonie
hinter sich hatten, war Schuften angesagt - auch während der
Pausen, denn das theoretische Wissen im Schrank zuhause nützt
dem Trainer am Beckenrand eher weniger. Folgerichtig wurde zumindest
die mittelfristige Verinnerlichung durch sonntägige Lernerfolgskontrollen
sichergestellt. Doch da sich ein Trainer auch noch durch andere
Schlüsselqualifikationen außer seinem Pauker-Profil ausweist,
wurden die Trainer-C-Anwärter weiterhin mit zwanzigminütigen
Lehrproben in Teamarbeit konfrontiert.
Die Leistungen, die dabei erbracht wurden, weisen gen Zukunft
und schließlich haben alle Teilnehmer gern an dem Lehrgang
teilgenommen - Zeit für ein Bier am Abend blieb vielleicht
ja auch doch noch. In diesem Sinne ist zu hoffen, dass die frischgebackenen
C-Trainer ihre gemachten Erfahrungen weiterentwickeln und den Trainingsbetrieb
vielleicht sogar für noch mehr Aktive in ein kleines, leistungsstarkes
Wochenende im Wochengeschehen verwandeln.
Nicole Aretz
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