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Schwimmjugend, 23.06.10,
von Sportjugend
NRW / R. Collette
Der Landesjugendring NRW hat sich vehement gegen die Einführung
verpflichtender Führungszeugnisse für Ehrenamtliche in
der Jugendverbandsarbeit ausgesprochen. In seiner Position "Prävention
statt Führungszeugnisse" setzen die Jugendverbände
in NRW auf ein umfassendes Präventions- und Interventionskonzept
und stellen Führungszeugnisse als für Jugendverbände
angemessenes Instrument zur Verhinderung von Missbrauch in Frage.
"Jugendverbände sind selbstorganisierte und freiwillige
Zusammenschlüsse von jungen Menschen. Auch die Verantwortlichen,
Leitungen und Vorstände der Jugendverbände sind zumeist
junge Ehrenamtliche" erläutert Alexandra Horster,
Vorsitzende im Landesjugendring NRW. Die Einführung von Führungszeugnissen
für Ehrenamtliche in der Jugendverbandsarbeit stelle Hunderttausende
unter Generalverdacht und behindere zivilgesellschaftliche Gestaltungskraft.
"Ehrenamtliches Engagement verdient Vertrauen, Anerkennung
sowie Strukturen, die es unterstützen und nicht erschweren",
so Alexandra Horster.
In seiner Hauptausschuss-Sitzung hat der Landesjugendring NRW nun
ein umfassendes Konzept zur Prävention und Intervention beschlossen,
das nachhaltige und weitsichtige Kernbausteine zur Verbesserung
der Prävention sexuellen Missbrauchs in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit
vorsieht: Hierzu gehören unter anderem der verstärkte
Fokus auf Aufklärung und Sensibilisierung, umfassende Qualifizierung,
ein verbindlicher Verhaltenskodex für ehrenamtlich und hauptberuflich
Mitarbeitende sowie die Einführung von Krisenleitfäden
und ein verbindliches und qualitätsgesichertes Krisenmanagement.
Hanno Krüger
Sportjugend NRW
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