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Katharina David
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Wenn Medaillen für das schönste Lächeln
vergeben würden, wäre Katharina David von der
SG Essen ein ganz heisser Kandidat für Gold. Überhaupt
ist die 15-jährige ein Garant für gute Laune.
"Ich lache gerne und gute Laune habe ich fast immer",
sagt Katharina von sich selbst und gönnt mir, als sie
diesen Satz ausspricht, ihr strahlendstes Lächeln.
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Geboren wurde Katharina, die alle Welt nur Kathi nennen, am 20.
März 1993 in Velbert. Seit ihrer Geburt lebt die Schülerin
des Essener Helmholtz-Gymnasiums, wo sie die zehnte Klasse besucht,
im niederbergischen Neviges. Als sie drei Jahre alt war, begann
Katharina David beim SV Neviges, übrigens dem Heimatverein
unseres Schwimmwartes Peter Blau, mit dem Schwimmsport. Ihre Aktivitäten
waren anfangs noch zeitlich begrenzt. Nur einmal wöchentlich
trainierte sie. Daneben gehörte zu ihren sportlichen Leidenschaften
auch das Tennis spielen.
Diese Sportart würde Kathi nach eigenem Bekunden wohl auch
heute noch ausüben, wenn ihr das Schwimmen mehr Zeit ließe.
Tennis ist überhaupt in der Familie David sehr verbreitet.
Beide Eltern und auch Kathis älterer Bruder schwingen regelmäßig
das Racket, wobei Vater und Bruder in Neviges einem Verein angehören.
Mit den Jahren konzentrierte sich Katharina David immer mehr auf
den Schwimmsport und wechselte schließlich im Jahre 2003
zur SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen nach Wuppertal.
Hier intensivierte sie das Training und Bayer-Coach Henning
Lambertz formte in den nächsten Jahren aus dem Nachwuchstalent
Katharina David eine Spitzenschwimmerin. Die starke Bindung zu
Henning Lambertz war dann auch Grund dafür mit ihrem Trainer
im Anschluss an die diesjährige Sommersaison zur SG Essen
zu wechseln. "Ich hatte unter Henning Lambertz gerade in
diesem Jahr eine Supersaison mit der JEM-Teilnahme als Höhepunkt.
Darum bin ich auch mit ihm nach Essen gegangen. Bei Bayer war
ich aber auch sehr gerne und ich habe dort noch viele Freunde",
sieht Kathi ihren Vereinswechsel mit einem lachenden und einem
weinenden Auge.
Ihrer Zukunft in Essen sieht sie zuversichtlich entgegen. "Hier
kann man Schule und Verein sehr gut vereinbaren. Ab dem nächsten
Februar gehe ich auf das Essener Sport- und Tanzinternat, dann
wird das alles noch praktischer", gibt sich Kathi optimistisch.
Als sportliches Vorbild nennt sie Hannah Stockbauer. Grund hierfür
ist, dass die Ex-Weltmeisterin genau wie sie selbst die langen
Freistilstrecken bevorzugt. Ein weiteres Vorbild kommt aus dem
eigenen Verein. "In Wuppertal und auch jetzt in Essen schwimme
ich mit Daniela Samulski zusammen. Ich finde cool, was Mulle alles
erreicht hat und vor allem wie sie das geschafft hat", ist
Kathi voll des Lobes über prominente Mannschaftskameradin,
die ihr auch schon so manchen Tipp gegeben hat.
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Katharina David (mitte)
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Katharinas Lieblingsstrecken sind die langen Freistilwettbewerbe
von 400 bis 1500 Meter. Über die 200m wird etwas später
noch zu reden sein. Schon bei ihrer ersten Teilnahme bei
SV NRW-Jahrgangsmeisterschaften 2005 gewann sie den Titel
über 800m. Über 200 und 400m Freistil, sowie über
400m Lagen wurde sie Dritte. NRW-Jahrgangstitel sammelte
in den folgenden Jahren en' masse und in diesem Jahr holte
sie über 1500m Freistil ihren ersten NRW-Titel in der
offenen Klasse.
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Auf DSV-Ebene ging es seit 2006 ähnlich erfolgreich bergauf.
2006 wurde sie über die Freistilstrecken von 100 bis 800m
viermal Vierte, ein Jahr später gewann sie Silber über
400 und 800m Freistil, sowie Bronze über 200m Freistil. Ihren
Höhenflug setzte Katharina David in diesem Jahr fort. Bei
den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin holte sie die
Titel über 1500m und völlig überraschend über
200m Freistil.
Wobei wir dann bei 200m-Strecke, wären, für Kathi
ein Sprintwettbewerb. "Das ich die 200m gewonnen habe war
gar nicht geplant. Hierüber war ich selbst am meisten platt",
lacht Kathi. Freuen konnte sie sich zudem über den Gewinn
der Silbermedaille über 400 und 800m Freistil. Der Lohn für
diese Top-Leistungen war die Qualifikation für die Jugend-Europameisterschaften
in Belgrad. Und hier konnte Katharina David den bisher größten
Erfolg ihrer Karriere feiern. Mit der 4x200m Freistilstaffel gewann
sie die Bronzemedaille.
Dieser Triumpf tröstete sie dann auch darüber hinweg,
dass es in ihren Einzelrennen nicht so gut lief. "Nach dem
Vorbereitungslehrgang in Heidelberg hatten wir bis zur JEM nur
eine Woche Erholung. Das war wohl zu wenig", meint Kathi
zu ihrem nicht zufriedenstellenden Ergebnissen in den Einzelwettbewerben.
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Die JEM-Teilnahme bezeichnet sie als ihr bisher schönstes
Erlebnis im Schwimmsport. Aber auch der deutsche Meistertitel
über 200m Freistil in Berlin ist für Kathi ein
absolutes Highlight. Peinlich ist ihr hingegen ein Erlebnis
kurz vor der JEM bei einem Wettkampf in Magdeburg. "Nach
dem Lehrgang in Heidelberg bin ich da total kaputt und müde
hingefahren. Da ist es mir dann passiert, dass ich über
800m Freistil einen Frühstart hingelegt habe",
erinnert sie sich.
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Katharina David
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In Sachen JEM hat sie jetzt Blut geleckt, im nächsten Jahr
strebt sie eine erneute Teilnahme an. Längerfristige sportliche
Ziele hat sie dagegen noch nicht. Nach der JEM hatte sie etwas
mehr Zeit, ihren Hobbys nachzugehen. Das sieht in erster Linie
so aus, dass sie sich mit ihren Freunden, meist noch in Wuppertal
zum shoppen trifft, wobei auch ab und an ein Kinobesuch auf dem
Programm steht.
Über berufliche Ziele hat sich Katharina David noch keine
großen Gedanken gemacht. "Erst einmal Abitur machen,
dann sehen wir weiter. Wahrscheinlich werde ich aber studieren",
legt sie sich in dieser Hinsicht noch nicht fest. Muss Kathi an
ihrer beruflichen Zukunft noch feilen, ist ihr Lächeln hingegen
schon jetzt perfekt und die Lizenz für gute Laune hat sie
ebenfalls schon längst in der Tasche.
Peter Kuhne