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Sina Sutter
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Sina Sutter von der SG Essen bewegt sich, was den Schwimmsport
angeht, bereits in einem professionellem Umfeld. So verfügt
die am 14. Januar 1991 in Essen geborene Schülerin
über eine eigene Homepage im Internet. (www.sina-sutter.de).
Seit 2002 kann Sina Sutter auch bereits einen Sponsorenvertrag
vorweisen. Nicht schlecht für eine gerade 16 Jahre
alt gewordene Schwimmerin, die bereits im zarten Alter von
drei Monaten bei ihrem Stammverein Blau-Gelb Delphin-Essen
mit dem Babyschwimmen ihre ersten Versuche im nassen Element
unternahm.
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Bis heute ist Sina Sutter Blau-Gelb Delphin, einem der Trägervereine
der SG Essen treu geblieben. Sportlich vorbelastet ist Sina durch
ihre Eltern, die beide Reitsport betrieben haben. Sinas Mutter
Ute ist heute noch als Reitlehrerin tätig. Auch der ein Jahr
jüngere Bruder von Sina Sutter treibt Sport und zwar spielt
er Basketball. Ihre ersten Wettkämpfe bestritt Sina auf Essener
Stadtebene, wofür zweimaliges Training in der Woche noch
durchaus ausreichten.
In eine der Leistungsgruppen der SG Essen kam Sina 1999, als
sie bei der DMS-J eingesetzt wurde. Seit dieser Zeit trainiert
sie leistungsbezogen im Schwimmzentrum Essen-Rüttenscheid
und die Trainingseinheiten wurden immer umfangreicher. Waren es
zu Anfang noch erst vier Einheiten pro Woche, sind es mittlerweile
neun bis zehn, je nachdem ob am Wochenende ein Wettkampf ansteht
oder nicht.
Seit dem sie für Meisterschafts-Veranstaltungen startberechtigt
ist, sammelte Sina eine Vielzahl von Titeln auf Bezirks- und Landesverbandsebene.
Im Bewusstsein sind ihr hier besonders ihre ersten NRW-Jahrgangstitel
über 200 und 400m Freistil im Jahre 2002 geblieben. Auf Medaillenjagd
bei DSV-Meisterschaften geht Sina seit 2003, wo sie erstmals mit
der Teilnahme am Jugendmehrkampf an nationalen Titelkämpfen
teilnahm. "Diese Wettkampfform gefällt mir nicht so.
Das System der Punktevergabe kann ich nicht nachvollziehen",
hat Sina zum Jugendmehrkampf eher ein gestörtes Verhältnis.
So richtig interessant wurde es für Sina dann auch erst im
Jahr 2004, wo sie bei den DSV-Jahrgangsmeisterschaften in Leipzig
mit zwei Titeln (200m Schmetterling und 200m Freistil) und zwei
Silbermedaillen (400 und 800m Freistil) für einen Paukenschlag
sorgte.
Mit dem Meistertitel über 200m Freistil, Platz zwei über
200m Schmetterling und Rang drei über 400m Freistil setzte
Sina Sutter 2005 ihren Medaillenfischzug bei DSV-Jahrgangsmeisterschaften
fort. Belohnt wurde Sina für diese Leistungen mit der Teilnahme
am European Youth Olympic Festival (EYOF) in Italien, wo sie mit
der 4x100m Freistilstaffel die Silbermedaille gewann. "Das
EYOF war mein erster internationaler Wettkampf für den DSV.
Das war ein Supergefühl", erinnert sich Sina gerne an
die Tage in Italien zurück.
Sinas bisheriger Karrierehöhepunkt datiert aus dem Jahr
2006. Als Deutsche Jahrgangs- und Juniorenmeisterin über
200m Freistil qualifizierte sie sich für die Jugend-Europameisterschaften
auf Mallorca. Ihr dritter Platz bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften
über 400m Freistil soll hierbei nicht unerwähnt bleiben.
Bei der JEM schwamm Sie im Einzelrennen über 200m Freistil
in 2:05,53 Minuten auf Rang zehn, womit sie, was die Zeit angeht
sehr zufrieden war. "Ich war richtig stolz dort schwimmen
zu können. Wir waren eine tolle Mannschaft und das Verständnis
untereinander war unheimlich gut", schwärmt Sina. Bedauert
hat sie nur, dass der DSV für die JEM wegen angeblicher Chancenlosigkeit
keine 4x200m Freistilstaffel meldete. "Gerade die Staffeln
sind doch der Höhepunkt jedes internationalen Wettkampfes,
da hängt sich jeder doch besonders rein", ist Sina noch
heute ein wenig enttäuscht über die von oben "verordnete"
Staffelabstinenz.
Was nicht ist, kann aber noch werden. In diesem Jahr bietet
sich Sina die zweite Chance auf eine JEM-Teilnahme. Hierfür
möchte sie sich noch einmal qualifizieren und vielleicht
meldet der DSV in diesem Jahr auch die lange Freistilstaffel.
Auf weitere sportliche Ziele angesprochen gibt Sina nur noch die
Jugendweltmeisterschaften 2008 an. Was darüber hinaus geschieht,
lässt Sina auf sich zukommen. "Ich setze mir nur kleine
Ziele, in die Ferne gucke ich nicht so gerne", sagt die Schülerin
des Essener Helmholtz-Gymnasiums, einer sportbetonten Schule,
die auch ein Teilzeit-Internat beherbergt.
| Einen Berufswunsch hat sie noch nicht ins
Auge gefasst. nennen. "Nach dem Abi werde wohl in jedem
Fall studieren, eventuell auch im Ausland, was danach kommt
? Keine Ahnung", sagt Sina, die sich in ihrer Heimatstadt
Essen sehr wohl fühlt. "Ich bin ein Großstadtmensch
und genieße deren Vorzüge. Als Alternative zu Essen
wäre New York nicht schlecht", antwortet Sina auf
die Frage, wo sie gerne leben will. Wenn sie sich eine Zeit
aussuchen könnte, in der sie leben dürfte, wäre
sie gerne in der Zukunft zu Hause. |

Sina Sutter
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In ihrer Freizeit surft sie viel im Internet, wo sie mit Freunden
kommuniziert, die sie wegen ihrer zeitraubenden Trainingsarbeit
sonst nicht treffen kann. Wenn am Wochenende einmal kein Wettkampf
ansteht, feiert Sina auch gerne Partys. Sehr wichtig ist ihr aber
auch das Zusammensein mit der Familie, die wie sie sagt, immer
für sie da ist. Hieraus zieht Sina Sutter sehr viel von ihrer
Motivation für ihr aufwendiges Schwimmerleben.
Ein richtiges Idol hat sie was das Schwimmen angeht übrigens
nicht, kann aber eine gewisse Bewunderung für Franziska van
Almsick nicht verhehlen, was in erster Linie daran liegt, dass
"Franzi" in ihrer aktiven Zeit auf den 200m Freistil
zu Hause war, die Strecke, die auch Sina als ihre Lieblingsdisziplin
bezeichnet. Weniger als 200m sollen es nicht sein, eher mehr.
"Ich bin keine Sprinterin, auf den kurzen Strecken komme
ich einfach nicht aus dem Quark", verriet uns Sina Sutter
bereitwillig ihre Schwächen.
Peter Kuhne