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"Das Gute mit dem Angenehmen verbinden" war schon immer
eine Forderung, an der die Schwimmjugend ihre Lehrarbeit misst.
Wo lernt man Themen wie Gruppenpädagogik, Sozialverhalten,
Konfliktlösung und Umgang mit sich und anderen besser: "theoretisch"
beim Lehrgang oder "praktisch" bei einer Aktivität
wie einem Segeltörn? Und was gibt es Besseres, wenn man sich
vornimmt, mit den Jugendlichen des eigenen Vereins mal einen Törn
durchzuführen, als selbst ein- oder zweimal in der Teilnehmerrolle
zu sein und "das Geschäft von der Pike auf" zu lernen?
Eine "Urlaubsfahrt" ist so ein Törn bestimmt nicht
- es wird von allen Teilnehmern Einsatz gefordert - doch Spaß
darf und soll das Ganze dennoch machen.

Und dann das Wetter... Wind und Wellen, Wasser und Sonne - das
hatten die Teilnehmer des diesjährigen Segeltörns auf
dem Ijsselmeer zu genüge - vor allem Wind! Trotzdem oder gerade
deshalb bezeichne ich den Törn des SV NRW vom 21. - 26. Juni
als vollen Erfolg. Dieses Jahr waren wir mit der ORTOLAN unterwegs
(32 m lang, 6 m breit, 630 Quadratmeter Segelfläche). Die Fahrtroute
ging von Stavoren nach Hoorn, am nächsten Tag nach Amsterdam,
dann über Enkhuizen zurück nach Stavoren.

Die Teilnehmer hatten es gut getroffen, denn die ORTOLAN ist ein
sehr schönes Schiff und so richtig luxuriös - da hatte
doch tatsächlich jede Kabine eine eigene Toilette mit Dusche
zur Verfügung. Auch das Segel setzen wurde uns mit Hilfe von
Winschen leicht gemacht. Aber arbeiten mussten alle an Bord; sei
es um das Essen vorzubereiten - oder mal hier und mal da etwas nachzutrimmen.

Eigentlich müsste das Schiff "OTTOLAN" heißen,
denn Otto, der Skipper, hatte es zusammen mit seinem Maat Marinus
- und unserer tatkräftigen Hilfe natürlich - immer bestens
unter Kontrolle! Dass er ein sehr guter Seemann ist, bewies Otto
unter anderem eindrucksvoll bei einem Wendemanöver im überfüllten
Hafen von Enkhuizen; der Platz zum Wenden war nur 0,5 m größer
als das Schiff.
Zum Schluß mochte ich noch ein Lob für die Smutjes aussprechen:
das Essen war "Spitze", Sonja und Wolfgang! Ich hoffe,
dass ich im nächsten Jahr wieder viele Teilnehmer beim Segeltörn
2001 auf der Risdam begrüßen kann. Tschüs! Mast
und Schotbruch und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel!
Ludwig Eichhorn
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