|
Der Jugendtag der Sportjugend NRW fand am 12. und 13. Mai 2001
in Oer-Erkenschwick statt. Das oberste Organ der Sportjugend NRW
wählt alle vier Jahre ihre Vorsitzenden und ihren Vorstand.
Als neue Vorsitzende wurden jeweils einstimmig Dirk Mays (Wuppertal)
zum ersten Vorsitzenden und Silke Stockmeier (Lengerich) zur 2.
Vorsitzenden gewählt. Weiterhin wurden 12 Vorstandsmitglieder
gewählt, hierunter auch das Jugendausschussmitglied der Schwimmjugend
NRW, Elke Struwe. Elke Struwe war bereits in den vergangenen vier
Jahren im Vorstand der Sportjugend aktiv.
Der parlamentarische Teil wurde am Sonntag zügig durchgeführt.
Es gab keine Kampfabstimmungen und die Entscheidungen wurden mit
großer Mehrheit getroffen.
Bereits am Samstag begann der Jugendtag mit mehreren Talkrunden
zum Thema "Sportliche Jugendarbeit", durch die der Moderator
Tom Hegermann (WDR) professionell führte. In der "politischen"
Runde diskutierten Birgit Fischer (Ministerin für Frauen, Jugend,
Familie und Gesundheit des Landes NRW) und die Vorsitzenden der
Sportjugend NRW Jürgen Taake und Margret Fischer über
die politischen Rahmenbedingungen der sportlichen Jugendarbeit.
In der "sportlichen" Runde diskutierten und berichteten
die Aktiven Inka Grings (Rhythmische Sportgymnastik), Volker Lavan
(Judo) und Christian Keller (SG Essen) über Ihre Erfahrungen
und Rahmenbedingung. Christian Keller repräsentierte den Schwimmsport
hervorragend und erläuterte die Rahmenbedingungen und Probleme
des Schwimmsports kompetent und wortgewandt. Als Erfolgsfaktor Nr.
1 verwies Christian Keller auf das Engagement der Eltern sowie des
Vereins, des Verbandes und der Sponsoren.
Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Bauer (Universität
Potsdam) argumentierte im Gespräch mit Moderator Tom Hegermann
für eine ganzheitliche Betrachtung der sportlichen und außersportlichen
Jugendarbeit. Nach der Auffassung von Bauer ist die Trennung zwischen
außersportlicher und sportlicher Jugendarbeit, im Sinne von
pädagogisch wertvoll und weniger wertvoll, nicht zeitgemäß.
Beide Formen der Jugendarbeit vermitteln pädagogische Inhalte
und gesellschaftliche Werte. Aufgrund dieser Betrachtungsweise bedarf
die staatliche Förderung der sportlichen und außersportlichen
Jugendarbeit einer grundsätzlichen Überarbeitung.
Tanja Schulte-Treppe / Nicole
Maffey

zur Vergrößerung die Bilder einfach
anklicken...

|