|

Die Segeltörn-Crew 2002
an Bord der Risdam
|
Am Mittwoch den 26.05.02 trafen sich wieder einmal 25 mutige
"Seebärinnen" und "Seebären" in Lemmer in den Niederlanden
um an Bord der Risdam, einem Segelklipper, ein erlebnisreiches
verlängertes Lehrgangs-Wochenende zu erleben.
|
"Das Gute mit dem Angenehmen verbinden" war schon immer
eine Forderung, an der die Schwimmjugend ihre Lehrarbeit misst.
Wo lernt man Themen wie Gruppenpädagogik, Sozialverhalten,
Konfliktlösung und Umgang mit sich und anderen besser: "theoretisch"
beim Lehrgang oder "praktisch" bei einer Aktivität
wie einem Segeltörn? Und was gibt es Besseres, wenn man sich
vornimmt, mit den Jugendlichen des eigenen Vereins mal einen Törn
durchzuführen, als selbst ein- oder zweimal in der Teilnehmerrolle
zu sein und "das Geschäft von der Pike auf" zu lernen?
Eine "Urlaubsfahrt" ist so ein Törn bestimmt nicht
- es wird von allen Teilnehmern Einsatz gefordert - doch Spaß
darf und soll das Ganze dennoch machen.
Aber nicht nur das Erlebnis mit Wind und Wellen ein Segelabenteuer
zu erleben stand auf dem Programm. Zunächst musste die Verpflegung
für 28 Personen geplant werden und am nächsten Morgen wurde mit
vereinten Kräften für 4 Tage im Voraus eingekauft. Dabei mußte einmal
auf den begrenzten Etat geachtet werden, wie auch die sehr limitierten
Platzverhältnisse an Bord in die Überlegungen einbezogen werden.
Die Gruppe hat diese Aufgabe sehr gut gemeistert. Das Essen war
sehr gut und die Ausgaben waren erfreulich niedrig. Und sonst? Wir
hatten alles was sich ein Segler so wünscht: Sonne, viel (viel)
Wind, dazu ein bisschen (heftigen) Regen und wieder Sonne satt.
|
In diesem Jahr kam noch dazu, dass wir am vorletzten Tag
genügend Zeit hatten um "etwas in Kultur zu machen" und so
war ein Besuch des Zuiderzeemuseums, einem Freilichtmuseum
in Enkhuizen, angesagt. Hier konnten sich einige Teilnehmer
als "Seiler" betätigen und sich ein Springseil selber "schlagen".
|

Die Risdam in der Schleuse bei Enkhuizen.
|
Auch einige, schon fast vergessene, sportliche Spiele wurden ausprobiert.
Hier zog der Referent des Lehrgangs die anerkennenden Blicke einiger
Niederländischen Besucher beim Stelzenlaufen auf sich. Am Sonntag
ging es mit gutem Wind wieder zurück nach Lemmer, wo wir dann wieder
mit dem Alltag in Form des sonntäglichen Staus konfrontiert wurden.
Ich freue mich auf den Segeltörn im nächsten Jahr und wünsche allen
Mast und Schotbruch
Ludwig Eichhorn
|